„Naturwald“: Forstinvestment in Paraguay

„Naturwald“: Forstinvestment in Paraguay

Bei der aktuellen, ausschließlich als Private Placement angebotenem Offerte setzt die Proindex Capital AG auf die ökologische Bewirtschaftung von Grundstücken mit vorhandenem Baumbestand in Paraguay. Das Land zeichnet sich durch seine politische und wirtschaftliche Stabilität und durch hervorragende Rahmenbedingungen für die Fortwirtschaft aus. Das Baum- oder Forstinvestment „Naturwald“ erzielt langfristige und nachhaltige Erträge aus. Diese resultieren aus der schonenden Bewirtschaftung von Grundstücken mit Baumbestand, die durch Neupflanzungen von einheimischen Edelhölzern wieder in ihr natürliches Biosystem gebracht werden. Investoren von „Naturwald“ profitieren dabei von der langjährigen Erfahrung des Managements der Proindex Capital AG vor Ort, die selbst in die operativen Abläufe der Bewirtschaftung eingebunden ist. Forstspezialisten ergänzen der Arbeit vor Ort. Das Management ist selbst privat bedeutend investiert. Erträge werden dabei ab dem 10. Jahr der Beteiligung erwirtschaftet. Die Laufzeit beträgt 30 Jahre. In dieser Zeit kommt es zu einer Verachtfachung des ursprünglich eingesetzten Kapitals von mindestens rund 11.000 Euro durch Erträge und zu einer Verdoppelung des Grundstückswertes.

Dienstag, 12. September 2017

Der süße Tod der Kleinbauern in Paraguay

Subventionierte europäische Zuckerproduktion könnte das Aus für 200.000 Kleinbauern in den ärmsten Ländern der Welt bedeuten

 „Wenn im kommenden Monat die Quotenregelung für Zucker fällt, hat dies gravierende Auswirkungen für viele Kleinbauern in den ärmsten Ländern der Welt“, erklärt Andreas Jelinek, der Vorstand der Proindex Capital AG. Auch Paraguay sei hiervon betroffen, denn auch hier würden viele, meist Kleinbauern für die Zuckerproduktion arbeiten.

Der Vorstand der Proindex Capital AG macht darauf aufmerksam, dass – neben der europäischen Zuckerproduktion aus Zuckerrüben – in Brasilien und Indien, den beiden größten Zuckerproduzenten der Welt, meist Großunternehmen seien, die Zuckerrohr auf riesigen Farmen anbauten. In Ländern wie Belize, Paraguay und Fidschi würde der Zuckerrohranbau dagegen meist von Kleinbauern betrieben, die sich in der Regel in Form von Genossenschaften zusammengeschlossen, um sich am Weltmarkt überhaupt behaupten zu können.

„Eines der Probleme ist, dass für Zucker im Gegensatz zu Kakao keinen Mindestpreis pro Tonne gibt. In Folge dessen sind die Preise für Zucker sehr schwankend, was ein Großkonzern besser wegstecken kann, als eine Genossenschaft von Kleinbauern“, so der Vorstand der Proindex Capital AG. Für Jelinek ist dies ein ganz klarer Nachteil zu Lasten der Kleinbauern, der auch nicht wirklich dadurch kompensiert würde, als zumindest die Bauern in Malawi und Fidschi eine Prämie von 60 US-Dollar pro Tonne erhalten würden.

Interessant sei dabei, so der Chef der Proindex Capital AG, dass Zucker ein regelrechter Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes und dessen Wohlstand sei. Vereinfacht ausgedrückt: Steigen die Einkommen, steigt auch der Bedarf an Zucker, der oftmals ja indirekt konsumiert würde, wie beispielsweise in Fertiggerichten. Und da die Weltbevölkerung und deren Wohlstand wachse, stiege generell auch der Bedarf an Zucker. Für Kleinbauern, selbst wenn sie genossenschaftlich organisiert seien, wäre jedoch der Zugang zu diesen Märkten schwierig, da sie weniger umweltschädigend produzieren und damit von den Produktionskosten über den Preisen der Multis liegen würden. „Ein Ausweg wäre hier sicher der Bereich des Faire-Trading“, so Jelinek der diesem Aspekt mit seinem Unternehmen Proindex Capital AG in Paraguay einen wichtigen Stellenwert beimisst. So engagieren sein Unternehmen und er sich für Ausbildungsplätze und Schulen vor Ort, zahlen Mindestlöhne und achten auch sonst auf angemessene Lebens- und Arbeitsverhältnisse seiner Mitarbeiter.

„Eines der großen Damoklesschwerter, die über den Kleinbauern hängen, ist jedoch die Entscheidung der EU, die Quotenregelung für Zuckerproduktion in Europa aufzuheben“, so der Vorstand der Proindex Capital AG. Noch ist die Menge an Zuckerrüben, die für die EU produziert werden, auf 13,5 Millionen Tonnen begrenzt. Da EU-weit rund 17 Millionen Tonnen Zucker verkonsumiert werden, wurde diese Lücke eben durch Kleinbauern aus Belize, Paraguay und Fidschi, aber auch aus Afrika und Asien genutzt, die quoten- und zollfrei in den EU-Raum importieren dürfen. „Unter diesen Betrieben sind viele Fairtrade-Anbieter“, so Jelinek.

Dieses Privileg fällt am 1. Oktober weg, weshalb Experten befürchten, dass gerade kleinere Zuckerbauern verdrängt werden. Zudem erwarte man einen weiteren Druck auf die Preise und hier hatten Kleinbauern aus Belize, Paraguay und Fidschi ohnehin in der Vergangenheit schon das Nachsehen: Denn – wie nicht anders zu erwarten – erhalten europäische Zuckerproduzenten seitens der EU Subventionen. In 2014 waren dies rund 212 Euro je Hektar. „Es ist schon erstaunlich, dass das Thema Zucker und die sich derzeit abzeichnende wirtschaftliche Vernichtung der Kleinbauern in den ärmsten Ländern der Welt in der Presse kaum aufgenommen wird. Vielleicht ist man sich der Konsequenzen nicht bewusst“, meint der Vorstand der Proindex Capital AG. Das britische Ministerium für Entwicklungspolitik jedenfalls veröffentlichte Zahlen. Es kommt zu dem Ergebnis, dass das Ende der Quotenregelung für Zucker 200.000 Kleinbauern weltweit die Existenz kostet. Eine bittere Quittung für ein Geschäft mit der Süße.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen